Greifvögel

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Übersicht einiger größerer Greifvögel Mitteleuropas. 

Auch die Zugzeiten beachten, so sind Fischadler, Wespenbussard, Steppen- und Wiesenweihen im Winter nicht zu erwarten, der Raufußbussard wird in der Regel nicht den Sommer über in Mitteleuropa verbringen.

Die Kornweihe ist ein Teilzieher, der zum Teil wegzieht, nordische Vögel kommen nach Mitteleuropa überwintern. 

In den letzten Jahren häufen sich Überwinterungen von Milanen und Rohrweihen.

In der Tabelle sind Überwinterer blau, Zugzeiten grün (mit Maximum in dunklerem Grün) und Aufenthalt im Brutgebiet in orange dargestellt. 

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Hier sind die Unterschiede von den beiden Milan-Arten nochmal verdeutlicht. 

Milane können auch anhand ihrer Rufe unterschieden werden. Der Schwarzmilan lässt am Ende seines Rufes ein Wiehern/Triller ertönen, der Rotmilan nicht.

Der Schwarzmilan kann im Grundton der Färbung variieren und auch deutlich rötlich erscheinen, am sichersten ist immer die Bänderung der inneren Steuerfedern und der Handschwingen.

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Immer wieder werden helle Bussarde für Raufussbussard oder Fischadler gehalten. Bei genauerem hinsehen sind diese aber gut unterscheidbar. 

Der Raufussbussard erscheint in Mitteleuropa meist erst im Oktober, vereinzelt früher. Vorher erscheint eine Welle junger Mäusebussarde die dem hellen Jugendkleid entsprechen und für viel Verwirrung sorgen. Diese haben meist einen gleichmäßig gebänderten Stoss und ein auffälliges "Komma" am Flügelbug. Bei diesen beiden Merkmal scheidet der Raufussbussard aus. Auffällig ist das der Raufussbussard oft in das selbe Überwinterungsgebiet zurückkehrt und dabei auch die gleichen Ansitzwarten nutzt.

Der Fischadler ist deutlich größer und schlanker als Bussarde, wird meist an Gewässern angetroffen, im Zug kann er aber auch weit entfernt von diesen gesehen werden, jedoch ohne Rast.

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Habicht und Sperber sind auch für geübte Beobachtung oft eine Herausforderung, doch kann oft der Flügelschlag schon ausreichend sein um eine sichere Identifizierung zuzulassen. Die Grösse ist weniger zu Rate zu ziehen, da diese sehr subjektiv ist und die Wahrnehmung auch durch Lichtverhältnisse beeinträchtig werden kann (ein Vogel vor trüben Himmel wirkt größer als vor blauem Himmel, ...)